Chronik von 1959 bis 1969 - SpVgg Wolfsegg

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Der Grundgedanke
„Aber eins, aber eins, das bleibt besteh`n, denn grün-weiß-grün wird niemals untergeh`n…“
Bereits 1949 finden wir in den sportlichen Aufzeichnungen in unserer Gemeinde eine Gründungsurkunde vom Sportverein Wolfsegg. Diese wurde von Herrn Holzer, Herrn Holzapfel und Herrn Meindl unterzeichnet. Durch die schweren Jahre nach dem zweiten Weltkrieg konnte der Verein in dem kleinen Dorf jedoch nicht bestehen, so dass nach nur zwei Jahren bereits das Aus des Vereins kam. Aber der sportliche Geist blieb erhalten. Das Kassenbuch der Spielvereinigung weist im Jahr 1959 eine Spende des früheren Sportvereins in Höhe von 36,-- DM aus. - Gründung der SpVgg Wolfsegg

1959
Bei der Gründungsversammlung, bei der 46 spätere Mitglieder anwesend waren, wurde unser jetziger Sportverein gegründet. Sportkamerad Walter Bittner reichte den Vorschlag ein, den neuen Verein Spielvereinigung zu nennen. Gründungsvorstand wurde Georg Meindl. Unter heute unvorstellbaren Voraussetzungen  von Spielfeld, Räumlichkeiten und finanziellen Gegebenheiten wurde im Herbst 1959 bereits der Spielbetrieb aufgenommen. Der Sportkamerad Jakob Braun stellte die „Heiderwies“ in der Dillen zur Verfügung. Das erste Punktspiel fand gegen den FSV Steinsberg statt. Man nutzte den Vorteil, dass das Spielfeld eine Hanglage aufwies, so dass es in der Pause sensationell 0:0 stand. In der 2. Halbzeit ging es dann leider bergauf und als die Kräfte nachließen, nutzte der Gegner seine Chance, so dass es beim Schlusspfiff 7 : 0 für die Gäste stand.

1960
Am 28.02.1960 zog man unter musikalischer Begleitung verkleidet von Wolfsegg in die Dillen, wo man sich der Belustigung eines Faschingsspieles hingab. Jeder der 1. Mannschaft, der ein Tor erzielte, wurde vom Platz verwiesen. Die Spielvereinigung bestritt 1960 bereits ein Pokalspiel gegen Adlersberg. Zur finanziellen Aufbesserung der Vereinskasse wurde eine Christbaumversteigerung durchgeführt.

1961
as Jahr 1961 war insbesondere vom Bau des Sportplatzes geprägt. Eine so genannte Schülermannschaft – vergleichbar mit der heutigen C-Jugend – erzielte beim ersten Spiel am heutigen Sportplatz gegen den SV Zeitlarn einen 5: 3 Sieg.

1962
Die Sportler konnten sich am 18.02. beim Faschingstanz vergnügen. Das ins Leben gerufene Pfingstpokalturnier erfreute sich einer langen Tradition. Die Platzeinweihung am 05.08.1962 wurde mit Tanz gefeiert.

1963
In der Jahreshauptversammlung am 10.03.1963 entscheidet man sich für das Gasthaus Kumpfmüller als Vereinslokal. Am Pfingstpokalturnier, an dem neben Adlersberg, Hainsacker und Stadtamhof auch die Heimmannschaft teilnahm, erreichte man den 2. Platz.
Im Jahr 1963 nahm die erste Jugendmannschaft den Spielbetrieb auf. Nachdem die Anmeldegebühren nicht rechtzeitig einbezahlt wurden, wurde die 1. Mannschaft der Spielvereinigung für das 4. Verbandsspiel gesperrt. Dieser Spieltag wurde mit X: 0 für Regendorf gewertet. Der Trainer erhielt zum damaligen Zeitpunkt eine monatliche Entschädigung von 28,-- DM. Nachdem auf dem Spielfeld kaum Rasen vorhanden war, begann man, das Feld anzusäen und auszubauen. In dieser Zeit wurden auch zwei Spiele auf einer Wiese bei der heutigen Kläranlage ausgetragen.

1964
In der Jahreshauptversammlung wird erstmals der richtige Bau eines Sportplatzes angesprochen. Bürgermeister Holzapfel berichtet über einen möglichen Zuschuss für diese Maßnahme. Die Sportplatzinstandsetzung verursacht Kosten in Höhe von 4.490,50 DM. Als 1. Vorsitzender wird erneut Sportskamerad Georg Meindl gewählt. Bürgermeister Michael Holzapfel wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

1965
Das Gasthaus Kumpfmüller wird als Vereinslokal bestätigt. Zum 1. Vorsitzenden wird Emil Meindl gewählt. Oberstes Ziel der Vorstandschaft ist die baldige Fertigstellung des Sportplatzes. Die Spielvereinigung hat mit der 1. Mannschaft, der Schüler- und Jugendmannschaft drei Mannschaften für den Spielbetrieb gemeldet. Der Wanderpokal wurde am 19.06.1965 an den Spielführer der Jugend, Hoch Sepp, überreicht. Die Jugendmannschaft sicherte sich in diesem Jahr durch ein 1: 0 (Tor  Karl Schwarz) beim Entscheidungsspiel beim TB Regenstauf erstmals die Herbstmeisterschaft. Mit Fritz Amann wurde das 100. Mitglied bei der Spielvereinigung aufgenommen.

1966
Aufgrund unberechtigter Beleidigungen seitens der 1. Mannschaft erklärte der 1. Vorsitzende in der Jahreshauptversammlung seinen Rücktritt, nahm diesen nach einer Aussprache aber zurück. Hauptlehrer Weidl übernimmt das Traineramt für die 1. Mannschaft und setzt die Trainingszeiten auf Samstag fest. Jeden zweiten Freitag findet im Vereinslokal theoretischer Unterricht statt. Beim Osterpokalturnier geht die Jugend zum 1. Mal als Pokalsieger hervor. Sie sichert sich auch zum ersten Mal die Meisterschaft in ihrer Gruppe. In der Mitgliederversammlung vom 25.09.1966 wird Peter Kerres zum neuen Vorsitzenden gewählt. Dem Spielbericht vom 23.10. ist zu entnehmen: … die Mannschaft unserer SpVgg hat sich gefunden und versteht sich im Zusammenspiel ausgezeichnet. Man hört kein Schimpfen und Zanken mehr.“

1967
Im Mai 1967 wird die Mannschaft der SpVgg zum ersten Mal nach Siegen gegen Holzheim (2:1) und Lorenzen (4:1) Sieger eines Pokalturniers. Hauptlehrer Weidl zeichnet für die mühevolle Arbeit zur Förderung des Nachwuchses verantwortlich. Beim Jugendpokalturnier am 30.04. und 01.05. wurde unsere Jugend ebenfalls Pokalsieger. Den zweiten Platz erreichte Pielenhofen, dritter wurde Großberg. Der letzte Platz fiel auf Holzheim. Im Juni machte man sich an die Inventur für das Vereinseigentum: sämtliche Dresse und Bälle. Für die Beleuchtung des Sportplatzes wurden vier Scheinwerfer angekauft. Zur Ausführung der elektrischen Arbeiten stellten sich die Sportkameraden Erich Kerres und Willi Holzapfel zur Verfügung. Ein Spieler, der trotz Aufstellung nicht zum Spiel erscheint, wird vereinsintern ein Vierteljahr gesperrt.

1968
In der Jahreshauptversammlung wurde Peter Kerres in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Der Trainer der 1. Mannschaft, Josef Kumpfmüller aus Regensburg, trat als Mitglied dem Verein bei. Vereinswirt Kumpfmüller versprach, auf seinem Gelände Mannschaftskabinen mit Duschgelegenheiten zu errichten. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung vonm 02.02.1968 wurde Georg Meindl erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt. Für langjährige Tätigkeit als aktive Spieler wurden Josef Stangl, Ludwig Schießl und Karl Stangl mit einem Geschenk geehrt. Der Vereinsbeitrag wurde von 0,60 DM auf 1,00 DM erhöht. Zur Verlängerung des Hauptspielfeldes werden Sprengungen am Sportgelände erforderlich. Die erste Mannschaft kann erneut eine Herbstmeisterschaft feiern.

1969
Georg Meindl wird erneut zum 1. Vorsitzenden der Spielvereinigung gewählt. Der schon traditionelle Faschingsball konnte nicht von allen Wolfseggern besucht werden. Wir entnehmen den Aufzeichnungen: „...der Saal war überfüllt und viele mussten wieder den heimatlichen Gefilden zustreben, weil eben kein Platz mehr war. Eine elanvolle Kapelle und ein lustiges Publikum ließen die Stunden zu schnell vergehen. So etwas war in unserem Dorf noch nie da gewesen. Es war einfach einmalig.“ Unter Trainer Josef Kumpfmüller erreichte die erste Mannschaft zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Meisterschaft in ihrer Gruppe (C-Klasse Gruppe 1) und stieg somit in die nächst höhere Spielklasse (B-Klasse) auf. Die Meisterschaft wurde im Beisein des 1. Vorsitzenden des Kreissportgerichts Herrn Seitz, Herrn Pfarrer Hauer und des Gemeinderates gefeiert. Im Juni wird der Spotplatz wegen Reparatur- und Erweiterungsarbeiten gesperrt. Als Ausweichplatz wurde wieder die „Heiderwies“ in der Dillen genutzt. Die Zehnjahresfeier wird wegen der Sportplatzerweiterung auf kommendes Jahr verschoben. Der Ankauf von Grassamen und Kunstdünger sowie eines Schlauches zur Bewässerung der Ansat ist beschlossene Sache. Zur Tilgung der Restschulden ist die Aufnahme eines Darlehens erforderlich. Die Gemeinde Wolfsegg wird zur übernahme der Bürgschaft angehalten. Zum Sportler des Jahres wird Karl Kumpfmüller, zum Zuschauer des Jahres Karl Dobler ausgerufen.

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